Die Zukunft des Journalismus liegt in Social Media

Ist professioneller Journalismus in unserem digitalen Zeitalter überhaupt noch möglich? Der Verleger der New York Times Arthur Sulzberger beantwortet diese Frage mit einem ganz klaren „Ja!“. Aber er sagt auch, dass sich der traditionelle Journalismus mehr für die neuen Medien und Social Media öffnen muss.

Social Media

© javier brosch - Fotolia.com

Sulzberger sagt weiter, dass wir in einer aufregenden und dynamischen Zeit leben würden und das Internetpublikum großartig sei. Seiner Meinung nach sollten wir die Chance nutzen und dieses Publikum besser einbeziehen. Die Frage sei auch nicht nur wie man die User besser erreichen könne, sondern auch wie man die Redaktion erreichen kann.

Der Social Media Experte Jeff Jarvis sagt, dass der Qualitätsjournalismus nicht durch die neuen Medien verliert, sondern ganz im Gegenteil, er gewinnt. Es sei Aufgabe eines jeden Journalisten, die Internetnachrichten mit Mehrwert zu füllen. Laut Jarvis ist Social Media eine Plattform auf der sich Menschen miteinander vernetzen und darüber hinaus Signale setzen. Er findet es faszinierend zu sehen, wie Nachrichten auftauchen und was mit ihnen gemacht wird. Der Verleger der Times findet, dass Journalisten durch das Internet eine größere Chance hätten, schneller und besser bekannt zu werden. Er hält dies sowohl für die Institution, – für die der Journalist arbeitet, als auch für den Journalisten selbst als wertvoll.

Sulzberger ist sich sicher, dass sich ein hochwertiger Content nach wie vor auszahlt und Leser einen gut recherchierten Text nach wie vor sehr schätzen. Die New York Times betreibt seit 1,5 Jahren ein Geschäftsmodell, bei dem das Unternehmen auf bezahlten Content setzt. Das Geschäft läuft mit 600000 Abonnenten mehr als gut. Man kann bis zu zehn Artikeln im Monat kostenfrei lesen und wer mehr will, muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Das unbegrenzte Vergnügen der Times kostet 15 US Dollar monatlich, für 20 US Dollar kann man die Zeitung aufs Tablet bekommen.

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